Tische verbinden

Sitzplan für die Hochzeit: Gäste Schritt für Schritt platzieren

Ein Sitzplan wirkt einfach – bis man mit der Gästeliste am Tisch sitzt. Wer sitzt neben wem, wo sitzen die Eltern, was ist mit Cousinen und Cousins, die sich nicht kennen, und wohin mit den Leuten von der Arbeit?

Hier findet ihr eine Reihenfolge, die die Aufgabe überschaubar macht, und ein paar Regeln, damit Gäste beider Seiten schneller miteinander ins Gespräch kommen.

1. Beginnt mit der endgültigen Gästeliste

Ein Sitzplan ergibt erst Sinn, wenn alle Zu- und Absagen da sind. Bis dahin teilt ihr die Gäste grob in Gruppen ein: die eine Familie, die andere Familie, Freunde, Leute von der Arbeit, Gäste mit Kindern, Gäste aus dem Ausland.

Notiert bei jedem Namen, wen die Person im Saal kennt. Das ist die wichtigste Information, wenn ihr die Tische zusammenstellt.

2. Lernt den Saal und die Tischformen kennen

Fragt die Location nach einem Raumplan mit Maßen und der Zahl der Plätze pro Tisch. An runden Tischen unterhält sich die ganze Runde, an langen Tafeln vor allem die direkten Nachbarn und das Gegenüber.

Markiert Tanzfläche, Band oder DJ, Ausgänge und Lautsprecher. Ältere Gäste und Familien mit kleinen Kindern sitzen besser nicht direkt neben den Boxen.

Gedruckte Hochzeitsbingo-Karte „Finde eine Person, die…“ mit 16 Aufgaben und Pfingstrosen in den Ecken
Eine Beispielkarte, gedruckt aus dem Kartengestalter.

3. Der Brauttisch und die Eltern

Plant zuerst euren eigenen Tisch: nur ihr zwei, mit den Trauzeugen oder mit den Eltern. Eltern und Großeltern sitzen am besten in eurer Nähe, mit gutem Blick auf euch und die Tanzfläche.

4. Gruppen, die sich kennen – plus eine „Brücke“

Am einfachsten stellt ihr Tische aus Gruppen zusammen, die sich schon kennen. Damit der Saal aber nicht in zwei Familien zerfällt, setzt ihr an jeden Tisch eine Person oder ein Paar von der anderen Seite, die mit den anderen etwas gemeinsam haben: Kinder im ähnlichen Alter, den Beruf, ein Hobby oder die Heimatstadt.

Niemand sollte ganz allein unter Fremden sitzen. Ein bekanntes Gesicht am Tisch reicht, damit man sich wohlfühlt.

5. Kinder, Gäste ohne Begleitung und Gäste aus dem Ausland

Kinder sitzen am besten bei ihren Eltern oder an einem eigenen Kindertisch mit Betreuung, in der Nähe der Eltern. Gäste ohne Begleitung setzt ihr nicht alle an einen „Singletisch“ – besser dorthin, wo sie mindestens eine Person kennen.

Gäste, die eine andere Sprache sprechen, sitzen am besten neben jemandem, der ihre Sprache spricht. Auf einer zweisprachigen Hochzeit helfen außerdem Tischmaterialien in beiden Sprachen.

6. Werkzeug und Sitzplantafel

Eine Tabelle oder Haftnotizen auf einem ausgedruckten Raumplan reichen völlig – beides lässt sich leicht verschieben. Zum Schluss braucht ihr eine Sitzplantafel am Eingang und Platzkarten oder Tischnummern.

Geht den Plan mit den Eltern beider Seiten durch. Sie wissen, wer sich seit Jahren nicht gesehen hat und wen man besser nicht nebeneinandersetzt.

7. Der Sitzplan ist erst der Anfang

Ein guter Sitzplan bringt Menschen an einen Tisch, aber nicht automatisch ins Gespräch. Dabei hilft ein einfaches Spiel am Tisch, zum Beispiel Karten „Finde eine Person, die…“ mit Aufgaben, die die Gäste an andere Tische führen – auch zur anderen Familie.

Wenn der Sitzplan steht

Erstellt Karten, die eure Gäste von ihrem Tisch zu den anderen führen. Vor dem Kauf könnt ihr eine Probekarte herunterladen.

Karten erstellen