Hochzeit: Gäste beschäftigen – 8 Ideen für Fotoshooting, Sektempfang und Pausen
Zwischen Trauung und Essen entsteht auf vielen Hochzeiten eine längere Pause: Ihr seid beim Fotoshooting, der Saal wird vorbereitet, und die Gäste stehen mit einem Glas Sekt herum. Für die einen ist das entspannt, andere kennen kaum jemanden und schauen auf die Uhr.

Ihr müsst diese Zeit nicht durchplanen. Ein paar gut gewählte Angebote reichen, damit niemand verloren herumsteht. Hier sind acht Ideen mit ehrlichen Vor- und Nachteilen – sucht euch zwei oder drei aus, die zu eurer Feier passen.
Erst klären: Wo entstehen die Wartezeiten?
Geht euren Tagesablauf durch und markiert die Lücken: die Ankunft vor der Trauung, die Gratulation, euer Fotoshooting, der Sektempfang, der Umbau vor dem Essen und die Zeit zwischen den Gängen. Plant beim Fotoshooting lieber großzügig.
Sagt den Gästen vorher, wie lange eine Pause dauert, etwa im Ablaufplan oder über die Trauzeugen. Wer weiß, dass es eine Stunde bis zum Essen ist, holt sich in Ruhe ein Getränk. Klärt mit der Location, was erlaubt ist: Rasen, Musik im Freien, Kerzen, eine Ecke für Kinder.
Das Wichtigste sind oft gar keine Aktivitäten, sondern Schatten oder ein warmer Raum, genug Sitzplätze, Wasser und gut erreichbare Toiletten.
Getränke und Fingerfood
Vorteile: Ein gut organisierter Sektempfang mit alkoholfreien Alternativen und etwas zu essen ist die Grundlage für alles andere. Hungrige Gäste haben auf Spiele selten Lust.
Nachteile: Essen und Trinken füllen die Zeit, bringen aber Gäste, die sich nicht kennen, kaum zusammen. Bei Hitze und langer Wartezeit wirkt Sekt auf leeren Magen schneller als gedacht – Wasser und Snacks sollten von Anfang an da sein.

Ein Gästebuch mit Fragen
Statt leerer Seiten legt ihr Kärtchen mit Impulsen aus, zum Beispiel „Ein Rat für das erste Ehejahr“ oder „Ein Ort, den ihr zusammen sehen müsst“. In der Wartezeit haben die Gäste die Ruhe, die beim Essen oder Tanzen fehlt.
Vorteile: Ihr bekommt eine persönliche Erinnerung, und die Gäste haben eine kleine Aufgabe. Nachteile: Am Tisch mit dem Gästebuch bildet sich schnell eine Schlange, und ohne Erinnerung durch die Trauzeugen gehen manche Gäste einfach vorbei.
Eine Fotostation
Ein schöner Hintergrund, ein paar Requisiten und eine Kamera mit Selbstauslöser, eine Sofortbildkamera oder ein QR-Code zu einem gemeinsamen Album. Gerade wenn ihr selbst beim Fotoshooting seid, entstehen so auch Bilder von den Gästen.
Vorteile: lustige Fotos und ein Treffpunkt, an dem man leicht ins Gespräch kommt. Nachteile: Requisiten liegen nach einer Stunde verstreut herum, Filme für Sofortbildkameras kosten Geld, und jemand sollte sich zumindest am Anfang um die Station kümmern.
Rasenspiele
Wikingerschach, Boule oder Cornhole auf der Wiese brauchen kaum Erklärung und funktionieren über alle Generationen hinweg. Oft spielen Gäste aus beiden Familien ganz selbstverständlich gemeinsam.
Nachteile: Ihr seid vom Wetter und vom Platz abhängig, Gäste in Absatzschuhen bleiben lieber auf dem Weg, und nicht jede Location erlaubt Spiele auf dem Rasen. Für den Regenfall braucht ihr einen Plan B oder verzichtet darauf.
Musik: live oder mit Wunschkarten für die Playlist
Ein Musiker oder ein kleines Ensemble beim Sektempfang sorgt für Stimmung, ohne dass jemand mitmachen muss. Der Nachteil sind die zusätzlichen Kosten und die Abstimmung mit der Location.
Günstiger ist eine Musikwunschkarte: Jeder Gast schreibt ein Lied auf, zu dem er später tanzen möchte, und der DJ bekommt die Karten. Vorteile: Die Gäste haben eine kleine Aufgabe, und euer DJ kennt den Geschmack im Saal. Nachteile: Das dauert nur ein paar Minuten, und nicht jeder Wunsch passt zur Party – sprecht vorher mit dem DJ, wie er damit umgeht.
Das Kennenlernspiel „Finde eine Person, die…“
Jeder Gast bekommt eine Karte mit 4 × 4 Aufgaben, etwa „…heute etwas Geliehenes trägt“ oder „…mehr als zwei Stunden Anreise hatte“, und sucht unter den anderen Gästen jemanden, auf den ein Feld zutrifft. Das Spiel funktioniert im Stehen und ohne Moderation, und Aufgaben für Seite A und Seite B schicken die Gäste gezielt zur anderen Familie.
Nachteile: Karten und Stifte müssen vorbereitet sein, nicht jeder Gast hat Lust mitzuspielen, und beim Sektempfang sind noch nicht alle da. Wenn alle dieselbe Karte haben, füllen Sitznachbarn sie gern gemeinsam aus – besser ist eine andere Karte für jeden Gast. Das Spiel kann auch nach der Vorspeise am Tisch weitergehen.
Eine Kinderecke
Eine Decke mit Malbüchern, Buntstiften und Bausteinen, am besten in Sichtweite der Erwachsenen. Kinder warten noch schlechter als Erwachsene, und entspannte Kinder bedeuten entspannte Eltern.
Nachteile: Die Ecke braucht Platz und jemanden, der ein Auge darauf hat – eine Kinderbetreuung kostet zusätzlich, ältere Cousinen oder Cousins können sich abwechseln. Wählt Material, das keine Flecken macht: Fingerfarben und Knete gehören nicht neben festliche Kleidung.
Ein Spiel für den Sektempfang
Im Kartengestalter erstellt ihr für jeden Gast eine andere Karte „Finde eine Person, die…“, auf Wunsch in zwei Sprachen. Vor dem Kauf könnt ihr eine Probekarte herunterladen.
Karten erstellen