Tische verbinden

Zweisprachige Hochzeit Schritt für Schritt: zwei Familien, zwei Sprachen

Eine Hochzeit, auf der zwei Sprachen aufeinandertreffen, bedeutet doppelte Freude – und etwas mehr Planung. Ein Teil der Gäste versteht die Reden, das Menü oder die Ansagen des DJs nicht, wenn ihr nicht vorher daran denkt.

Wir haben die wichtigsten Entscheidungen in der Reihenfolge gesammelt, in der sie meist anstehen – von den Einladungen bis zu den Spielen am Tisch.

1. Einladungen und Infos für die Gäste

Gestaltet die Einladungen zweisprachig – auf einer Karte oder in zwei Versionen. Gäste aus dem Ausland freuen sich über zusätzliche Informationen: Anreise, Unterkünfte, lokale Bräuche und Dresscode.

2. Die Trauung

Bei der standesamtlichen Trauung braucht eine Person, die die Amtssprache nicht spricht, in der Regel eine Dolmetscherin oder einen Dolmetscher. Klärt die Anforderungen frühzeitig mit dem Standesamt oder der Kirchengemeinde.

Eine kurze gedruckte Zusammenfassung der Trauung in der zweiten Sprache hilft den Gästen, dem Geschehen zu folgen.

Gedruckte Spielkarte für die Hochzeit mit Aufgaben auf Deutsch und auf Englisch
Ein echter Druck aus dem Kartengestalter: die erste Karte eines Beispielspiels.

3. Reden und Ansagen

Reden können zwischen beiden Sprachen wechseln oder eine kurze Zusammenfassung bekommen. Ansagen vom DJ oder von der Moderation sollten kurz sein und in beiden Sprachen kommen. Musik aus beiden Ländern sorgt dafür, dass irgendwann alle mitsingen können.

4. Menü und kleine Schilder

Menükarte, Sitzplantafel, Tagesablauf und Schilder am Dessertbuffet in beiden Sprachen. Kleinigkeiten, dank derer Gäste aus dem Ausland nicht ständig nachfragen müssen.

5. Sitzplan: Dolmetschen am Tisch

An gemischten Tischen setzt ihr zweisprachige Gäste neben diejenigen, die nur eine der Sprachen sprechen. Lasst die Gäste aus dem Ausland aber nicht allein an einem Tisch – das ist der schnellste Weg zu zwei getrennten Hochzeiten in einem Saal.

6. Spiele, die keine Übersetzung brauchen

Gemeinsames Tun funktioniert über Sprachgrenzen hinweg: Tanzen, Fotos, Spiele am Tisch. Gut geeignet sind zweisprachige Karten „Finde eine Person, die…“: In jedem Feld steht dieselbe Aufgabe in beiden Sprachen, also spielen alle zusammen.

Aufgaben wie „…dir ‚Ich liebe dich‘ in einer anderen Sprache beibringt“ oder „…mit dir in einer anderen Sprache anstößt“ machen aus dem Sprachunterschied ein Gesprächsthema.

7. Traditionen von beiden Seiten

Wählt aus jeder Kultur ein oder zwei Traditionen aus und erklärt sie kurz – im Programmheft, auf einem Schild oder in einer Ansage. Gäste machen gern bei Bräuchen mit, die sie verstehen.

Zweisprachige Karten für eure Gäste

Wählt im Kartengestalter zwei Sprachen – jede Aufgabe erscheint in beiden Versionen im selben Feld. Vor dem Kauf könnt ihr eine Probekarte herunterladen.

Karten erstellen