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„Finde den Gast“: das Kennenlernspiel für eure Hochzeit – Regeln, Fragen und Vorlage

„Finde den Gast, der…“ ist ein Kennenlernspiel im Bingo-Stil: Jeder Gast bekommt eine Karte mit 16 Feldern, in jedem steht eine kleine Aufgabe. Gesucht wird im Saal jemand, auf den sie zutrifft, und dessen Name kommt ins Feld. Bei uns heißt dasselbe Spiel „Finde eine Person, die…“ – Ablauf und Regeln sind gleich.

Hier erfahrt ihr, wie das Spiel auf einer Hochzeit abläuft, welche Aufgaben gut funktionieren, worauf es bei der Vorlage ankommt und wie ihr die Karten druckt. Ob ihr sie selbst gestaltet oder generieren lasst, entscheidet ihr am Ende selbst.

So funktionieren die Regeln

Jeder Gast bekommt eine Karte und einen Stift. Die Karte hat 4 × 4 Felder, in jedem steht eine Aufgabe wie „…Walzer tanzen kann“ oder „…weiß, wie sich das Paar kennengelernt hat“. Wer jemanden findet, auf den ein Feld zutrifft, kommt kurz ins Gespräch und lässt die Person ihren Namen eintragen.

Eine Person darf auf einer Karte nur einmal vorkommen. Diese eine Regel sorgt dafür, dass niemand die halbe Karte mit dem Sitznachbarn füllt.

Gewonnen hat, wer zuerst eine Reihe, eine Spalte oder die ganze Karte voll hat – die Variante legt ihr vorher fest. Eine Reihe geht schnell und passt zum Sektempfang, die volle Karte reicht für einen ganzen Abend.

Wann ihr spielt: Sektempfang oder nach der Vorspeise

Beim Sektempfang stehen die Gäste ohnehin zusammen, oft während ihr beim Fotoshooting seid. Die Karten liegen am Eingang bereit oder werden von den Trauzeugen verteilt. Der Haken: Noch sind nicht alle Gäste da, und mit einem Glas in der Hand schreibt es sich schlecht – ein paar Stehtische oder feste Unterlagen helfen.

Nach der Vorspeise sitzen alle, die Begrüßung ist vorbei, und die Karten können schon auf den Gedecken liegen. Eine kurze Ansage vom DJ oder von der Moderation reicht. Legt ein Ende fest, zum Beispiel den Anschnitt der Torte, und einen kleinen Preis für die ersten vollen Karten.

Gedruckte Hochzeitsbingo-Karte „Finde eine Person, die…“ mit 16 Aufgaben und Pfingstrosen in den Ecken
Eine Beispielkarte, gedruckt aus dem Kartengestalter.

Warum das Spiel funktioniert

Viele Gäste würden gern mit der anderen Familie reden, wissen aber nicht, wie sie anfangen sollen. Die Karte liefert den ersten Satz: „Kannst du eigentlich Walzer tanzen?“ ist leichter als ein Gespräch aus dem Nichts.

Niemand muss vor dem Saal auftreten, jeder spielt im eigenen Tempo, und auch zurückhaltende Gäste haben einen Grund, an einen fremden Tisch zu gehen. Aufgaben mit Seite A und Seite B schicken die Gäste gezielt zur anderen Familie.

12 Aufgaben, die gut funktionieren

Gute Aufgaben eröffnen ein Gespräch, ohne jemanden bloßzustellen. Diese hier stammen aus unserer Aufgabenbibliothek, jede beginnt mit „Finde eine Person, die…“.

Rund ums Paar: „…jemanden vom Paar seit der Kindheit kennt“, „…weiß, wie sich das Paar kennengelernt hat“ und „…weiß, wie jemand vom Paar als Kind gerufen wurde“.

Für beide Familien: „Finde eine Person von Seite B, die jemanden vom Paar von der Arbeit kennt“ und „Finde eine Person von Seite A, die von einem Brauch aus der eigenen Familie erzählt“.

Kleine Aktionen: „…dir einen einfachen Tanzschritt zeigt“, „…mit dir in einer anderen Sprache anstößt“ und „…dir einen Papierflieger faltet“.

Schnelle Treffer: „…heute etwas Geliehenes trägt“, „…im selben Monat Geburtstag hat wie du“, „…mehr als zwei Stunden Anreise hatte“ und „…mindestens zwei Sprachen spricht“.

Mischt leichte und schwierigere Felder. Eine Karte nur mit Insiderfragen über das Paar bleibt für die halbe Gästeschar leer. Weitere Aufgaben findet ihr in unserer Ideensammlung für das Hochzeitsbingo.

Eine Vorlage für alle oder eine eigene Karte für jeden Gast

Die einfachste Vorlage ist eine einzige Karte, die ihr so oft druckt, wie ihr Gäste habt. Das geht schnell und kostet wenig.

Der Nachteil: Wenn alle dieselben 16 Felder haben, sucht der ganze Saal dieselben Leute. Wer Walzer tanzen kann, wird ständig gefragt, Sitznachbarn füllen ihre Karten gemeinsam aus, und am Ende sind womöglich mehrere Karten gleichzeitig voll.

Bekommt jeder Gast eine andere Kombination von Aufgaben, verteilen sich die Fragen über den Saal. Die Gäste vergleichen ihre Karten, helfen sich gegenseitig („Bei mir steht etwas mit Tanzen, kennst du jemanden?“) und kommen dabei erst recht ins Gespräch.

Tipps für den Druck

Normales A4-Papier reicht, ihr könnt zu Hause oder im Copyshop drucken. Etwas festeres Papier lässt sich im Stehen besser beschreiben; bei dünnem Papier legt ihr Unterlagen oder Klemmbretter bereit.

Druckt zuerst eine Karte zur Probe und prüft, ob die Schrift auch bei gedämpftem Licht gut lesbar ist und in jedem Feld genug Platz für einen Namen bleibt. Druckt ein paar Karten mehr, falls eine verloren geht oder im Sekt landet.

Denkt an die Stifte: Wenn alle gleichzeitig unterwegs sind, reicht einer pro Tisch nicht. Kleine Bleistifte passen gut neben das Gedeck.

Selbst gestalten oder generieren?

Ganz ehrlich: Für eine kleine Feier könnt ihr die Karte selbst machen. Eine Tabelle mit 4 × 4 Feldern in einem Textprogramm, 16 Aufgaben hinein, fertig. Wenn ihr drei oder vier Varianten mit vertauschten Feldern anlegt, gibt es schon deutlich weniger identische Karten.

Aufwendig wird es, wenn 60 oder 100 Gäste alle eine andere Karte bekommen sollen oder jedes Feld in zwei Sprachen stehen soll. Dafür gibt es den Kartengestalter von Tische verbinden: Ihr gebt eure Namen ein, wählt Aufgaben aus der Bibliothek oder schreibt eigene, und der Generator erstellt 10 bis 100 unterschiedliche Karten – auf Wunsch zweisprachig und mit Aufgaben für Seite A und Seite B.

Im PDF stecken außerdem eine Anleitung für die Moderation und ein Tischaufsteller. Ihr zahlt einmalig, ohne Abo. Wer das Spiel erst ausprobieren möchte, findet sechs Karten kostenlos als PDF zum Ausdrucken.

Eine eigene Karte für jeden Gast

Im Kartengestalter stellt ihr die Aufgaben zusammen und bekommt für jeden Gast eine andere Karte, auf Wunsch in zwei Sprachen. Vor dem Kauf könnt ihr eine Probekarte herunterladen.

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